Startseite  Sehenswertes 

Die Stadt Plowdiw

Wer eine Stadt sucht, die auf sieben Hügeln erbaut wurde, der muss nicht in die ewige Stadt Rom reisen. Die älteste durchgehend besiedelte Stadt Europas ist zugleich die zweitgrößte Stadt Bulgariens und trägt den Namen Plowdiw. Die Stadt liegt im Süden des Landes und hat nicht nur eine sehr interessante Geschichte, sondern auch einiges fürs Auge zu bieten.

Älter als die ewige Stadt

Wann genau die ersten Menschen auf dem Gebiet des heutigen Plowdiws lebten, ist schwer zu sagen. Die ältesten Siedlungsspuren im heutigen Stadtgebiet sind auf das 6. Jahrtausend v. Chr. zurückzuführen. Bekannt ist, dass der thrakische Stamm der Bessi auf einem der sieben Hügel, dem Hügel Nebet Tepe, eine Siedlung gründete. Der Name dieser war entweder Eumolpia oder Pulpudeva.

Diese Siedlung wurde 341 v. Chr. von Phillip II. von Makedonien erobert und die Siedlung wurde unter dem Namen Philippopolis neu gegründet. Phillip II. ist vielen Menschen heutzutage wohl nicht mehr so geläufig. Sein Sohn hingegen ist mehr Personen ein Begriff, denn Phillip II. war der Vater von Alexander dem Großen. Nach der Eroberung durch die Makedonier entstand ein Hin und Her um die Stadt im Süden des heutigen Bulgariens. Nachdem die Thraker die Stadt zurückeroberten, erlang Phillip V. als Führer der Makedonier wieder die Herrschaft über die Siedlung, bis dann die Thraker sie endgültig wieder eroberten und sie zur Residenzstadt ihres Königs erklärten.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft über die Stadt immer wieder den Besitz. Die bekanntesten Herrscher waren wohl die Römer, das Osmanische Reich und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Im Laufe dieser Zeit wechselten aber nicht nur die Herrscher der Stadt, sondern auch der Name. Im 15. Jahrhundert tauchte der Name Plowdiw für die Stadt dann erstmals auf. Zu dieser Zeit war die Stadt unter der Herrschaft der Osmanen und wurde sowohl von Juden, Türken, Bulgaren als auch von Armeniern bewohnt.


Geschichte erleben

Wer die Geschichte sowie die historische Architektur der Stadt sehen und spüren möchte, der hat in Plowdiw so einige Möglichkeiten. Wer die Hügel Taxim Tepe und Nebet Tepe besteigt, der wird einen tollen Blick über die Altstadt von Plowdiw haben. Wer durch die Gassen dieser spaziert, der wird vor allem die sogenannten Wiedergeburtshäuser zu Gesicht bekommen. Diese entstammen dem 19. Jahrhundert und sind ein Symbol für die "Wiedergeburt Bulgariens". Im 19. Jahrhundert spalteten sich die Bulgaren vom Osmanischen Reich ab und riefen wieder einen eigenen Staat aus.

Die Wiedergeburtshäuser zeigen den Zeitgeist der Abspaltung auf und heute dienen sie zumeist als öffentliche Gebäude, welche Museen, Restaurants, Cafés oder Galerien beheimaten.

Wer in der Geschichte von Bulgarien noch weiter zurück möchte, der sollte sich einmal das römische Amphitheater in Plowdiw ansehen. Es ist eines der am besten und längsten erhaltenen Amphitheater der Welt. Das komplette Freilufttheater besteht aus Marmor und bot etwa 30.000 Bürgern einen Platz. Auch heute noch kann man sich hier über Theateraufführungen aber auch Konzerte erfreuen.

Straßenkunst und Wein

Wer etwas Kultur abseits der Geschichte Bulgariens erleben möchte, der muss in Plowdiw einfach die Augen aufhalten. Viele Orte der Stadt werden durch Street Art in Form von Mosaiken, Wandgestaltungen und Häuserbemalungen verschönert. Wenn man sich wirklich umsieht, kann man unglaubliche Kunstwerke sehen, welche kostenlos zu betrachten sind. Besonders im Stadtteil Kapana findet man viele Meisterwerke der Straßenkunst.

Wer nach dem Spaziergang durch die Straßen der Stadt Lust auf einen guten Wein bekommen hat, der ist genau am richtigen Ort. Das Umfeld von Plowdiw bietet perfekte Bedingungen für den Anbau von süßen Weintrauben. Wer also die Grenzen der Stadt kurz verlässt, der findet einige traditionsreiche Kellereien, welche zur Besichtigung und zum entspannten Trinken einladen.



Unterkünfte in Bulgarien

Booking.com

Pauschalreisen nach Bulgarien

Unterwegs in Bulgarien